Mallorca fordert EU-Blick auf Inseltourismus
Mallorca will bei Europas Tourismuspolitik nicht aus der Ferne mitentschieden werden. Der Inselrat forderte am Mittwoch in Palma, dass die Europäische Kommission die besondere Lage von Inselgebieten stärker berücksichtigt. Dabei geht es um begrenzte Ressourcen, wirtschaftliche Aktivität, Nachhaltigkeit, Zusammenleben und Lebensqualität.
Tourismusrat Guillem Ginard sprach in Ca n'Oleo mit Mona Bjorklund, der Tourismusdirektorin der Europäischen Kommission. Die EU-Vertreterin hatte das Treffen selbst angeregt, um sich über die aktuelle Lage des Tourismus auf den Balearen, die Besonderheiten jeder Insel und laufende Maßnahmen zu informieren.
Inseln wollen bei EU-Entscheidungen mitreden
Ginard betonte, Mallorca wolle seine Erfahrungen und eigene Lösungen in europäische Entscheidungen einbringen. Der Inselrat wolle, dass Europa Inseln nicht nur als Reiseziele wahrnehme, sondern als Orte, an denen Menschen mit begrenzten Ressourcen leben.
An dem Treffen nahmen auch Vertreter des Inselrats von Ibiza, des Rathauses von Ibiza, des Hotelverbands von Mallorca, Turistec und der Universität der Balearen teil. AnySolution koordinierte den Austausch sowie Tourismusprojekte der Europäischen Kommission.
Daten und Regeln für den Tourismus
Die Teilnehmer sprachen über die Steuerung von Reisezielen, Nachhaltigkeit, die Regulierung des Angebots, den Kampf gegen unerlaubte Angebote, Digitalisierung und Datenmanagement. Auch die unterschiedlichen Herausforderungen der einzelnen Inseln kamen zur Sprache.
Am Donnerstag setzt Ginard den Austausch beim D3HUB Final Event-Tourism of Tomorrow Data-Driven Destinations Hub fort. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit Daten und Technologie für die Veränderung von Reisezielen und mit Projekten für eine intelligente Tourismussteuerung.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com