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Mallorca-Finanzier muss vor Richter: Fall Plus Ultra

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Am Freitag um 9.00 Uhr soll der auf Mallorca lebende Finanzier Simon Lendeert Verhoeven vor einem Richter in Madrid aussagen. Das spanische Nationale Gericht hat den Niederländer im Fall Plus Ultra vorgeladen. Ermittler halten ihn für den mutmaßlichen Finanzkopf einer Geldwäscheaffäre im Umfeld der Fluggesellschaft.

Archivo - Avión de Plus Ultra.
Europa Press

Ermittler verfolgen Geldspuren über mehrere Länder

Die Ermittlungen betreffen mutmaßliche Geldwäsche in Spanien, Frankreich und der Schweiz. Richter José Luis Calama prüft zudem Vorwürfe der Veruntreuung, der Einflussnahme und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation. Nach Erkenntnissen der Ermittler soll Verhoeven mit seinen Firmen Geld aus dem Ausland an Plus Ultra überwiesen und die Zahlungen durch angebliche Investitions- oder Darlehensverträge gedeckt haben.

Die Ermittler werfen ihm außerdem vor, mit internationalen Gesellschaften falsche Rechnungen für die mutmaßliche Geldwäsche erstellt zu haben. Geld, das bei der Fluggesellschaft einging, soll über weitere Firmen auf schwer nachzuverfolgende Konten gelangt sein. Im Umfeld des Falls steht auch der frühere spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero unter Verdacht. Die Ermittlungen betreffen eine mutmaßliche Einflussnahme im Zusammenhang mit der staatlichen Rettung von Plus Ultra: Die Regierung gewährte der Airline während der Corona-Pandemie 53 Millionen Euro.

Nach der Festnahme gelten Auflagen

Nach seiner Festnahme in Deutschland kam Verhoeven Mitte September nach Spanien und zunächst in Untersuchungshaft in Soto del Real bei Madrid. Bei seinem ersten Termin vor Gericht machte er von seinem Recht Gebrauch, nicht auszusagen. Calama ließ ihn anschließend frei, entzog ihm aber den Pass und untersagte ihm, Spanien zu verlassen. Verhoeven muss sich zudem alle zwei Tage bei Gericht melden. Für Freitag hat der Richter ihn erneut vorgeladen.

Themen: Gerichtsprozesse

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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