Mallorca fordert vor UN Schutz für Sahraui-Kinder im Exil
Sahrauische Kinder wachsen in den Flüchtlingslagern von Tindouf im Exil auf. Ganze Generationen sind dort geboren und groß geworden. Am Freitag, 9. Oktober, fordert der Inselrat von Mallorca vor der Vierten Kommission der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York mehr Schutz für sie. Magdalena Ramis trägt die Forderung vor; sie ist beim Inselrat für Einrichtungen und Programme zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen zuständig.
Aus einer Übergangslösung wird ein Dauerzustand
Die Vierte Kommission befasst sich mit politischen Sonderfragen und Entkolonialisierung. Vor ihr warnt Ramis, dass aus einer ursprünglich vorübergehenden Lage ein Dauerzustand geworden sei. Kinder und Jugendliche dürften nicht die Folgen eines ungelösten Entkolonialisierungskonflikts tragen.
Ramis würdigt zugleich, wie die Sahrauis unter schwierigen Bedingungen ihre Identität bewahren und gemeinschaftliche Dienste organisieren. Besonders hebt sie die Rolle der Frauen bei Bildung und Betreuung hervor. Diese Widerstandskraft dürfe aber kein Vorwand sein, beim Schutz der Kinder untätig zu bleiben.
Inselrat verlangt auch ein Referendum
Guillermo Sánchez, Mallorcas Sozialdezernent und Präsident des Mallorquinischen Instituts für Soziale Angelegenheiten, fordert vor der Kommission ein Referendum zur Selbstbestimmung. Die Sahrauis sollten frei über ihre Zukunft entscheiden können. Zudem drängt er auf eine internationale Antwort, die sowohl ihre Lebensbedingungen verbessert als auch den politischen Konflikt angeht.
Sánchez und Ramis sprechen vor der Kommission auf Bitte der Vereinigung der Freunde des sahrauischen Volkes auf den Balearen und der Frente Polisario.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com