Manacor: Fehlende Polizei soll Überstunden machen
Wenn die regulären Schichten nicht genug Beamte haben, sollen Polizisten in Manacor auf Mallorca freiwillig zusätzliche Stunden übernehmen. Die Stadt hat dafür einen Stundenpool eingerichtet. Der PP verlangt am Dienstag von Bürgermeister Miquel Oliver Erklärungen und kritisiert die Personalplanung.
Nach Angaben der Partei räumt die Stadt mit dem Pool ein, dass sie einzelne Dienste mit den verfügbaren Beamten nicht ausreichend besetzen kann. PP-Bürgermeisterkandidat Jaume Mut wirft Oliver vor, bislang offenbar nicht auf den zentralen Pool für Lokalpolizisten der Balearenregierung zurückgegriffen zu haben.
34 Euro tagsüber, 43 Euro nachts
Die freiwillige Regelung soll bestimmte Dienste oder Schichten absichern, wenn zu wenige Beamte verfügbar sind. Polizisten erhalten dafür 34 Euro pro Stunde am Tag und 43 Euro pro Stunde in der Nacht. Je nach beruflicher Kategorie steigen diese Beträge.
Mut betont, seine Kritik richte sich nicht gegen die Lokalpolizei. Die Beamten leisteten unverzichtbare Arbeit. Es sei aber keine dauerhafte Lösung, dieselben Polizisten immer mehr Stunden arbeiten zu lassen, so der PP-Politiker.
PP verweist auf Polizeipool der Regierung
Über die Balearische Schule für öffentliche Verwaltung stellt die Regierung den Gemeinden einen gemeinsamen Pool für Lokalpolizisten zur Verfügung. Nach PP-Angaben wurden darüber seit 2024 insgesamt 101 von 116 beantragten Stellen in 35 Gemeinden der Balearen besetzt.
Zwischen dem Antrag einer Gemeinde und der Besetzung einer Stelle lagen demnach durchschnittlich fünf Tage. Der PP fordert, Manacor solle diese Möglichkeit nutzen, die Mannschaft verstärken und Einsätze früher planen. Mut bezeichnet die Lage auch wegen der in den vergangenen Monaten gemeldeten Probleme bei Sicherheit und Zusammenleben in mehreren Teilen Manacors als besorgniserregend.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com