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Inca auf Mallorca: Maskierte verschleppen drei 18-Jährige

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Drei 18-Jährige schlafen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche auf einem Platz in Inca auf Mallorca, als fünf Maskierte aus zwei Autos steigen und sie mit Stöcken angreifen. Die Männer stecken die jungen Leute in die Kofferräume der Autos und bringen sie zu einem unbebauten Gelände. Dort schlagen sie erneut zu und rauben ihnen ihre Sachen.

Ein Opfer erleidet eine Stichwunde

Einer der drei wird laut Cáritas Mallorca ins Bein gestochen. Alle drei kommen mit Verletzungen ins Krankenhaus. Dazu zählen ein Nasenbeinbruch, mehrere gebrochene Finger und Kopfverletzungen, die genäht werden müssen.

Nach ihrer Entlassung erstatten die jungen Männer in Begleitung von Cáritas Anzeige bei der Guardia Civil. Deren Kriminalpolizei sucht nach den fünf Verdächtigen. Nach Angaben von Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungen prüfen die Beamten vor allem, ob eine Abrechnung hinter dem Angriff steckt. Ein fremdenfeindliches Motiv schließen sie derzeit aus.

Cáritas betreut die drei jungen Männer

Die drei jungen Migranten leben nach dem Angriff in einer Unterkunft von Cáritas und erhalten dort Unterstützung, während ihre Verletzungen heilen. Sie standen früher unter staatlicher Obhut. Seit ihrer Volljährigkeit hatten sie laut Cáritas keine geeignete Wohnmöglichkeit.

Die Hilfsorganisation weist darauf hin, dass junge Migranten nach dem Verlassen von Einrichtungen der Jugendhilfe oft ohne ausreichenden familiären, sozialen oder wohnlichen Rückhalt dastehen. Cáritas fordert von den zuständigen Stellen mehr Unterstützung beim Übergang ins Erwachsenenleben, damit junge Menschen nicht in solche Notlagen geraten.

Themen: Polizei · Migration · Gesundheit · Politik · Inca · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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