Regierung fordert maßvollen Einsatz digitaler Uni-Technik
Digitale Plattformen, Nachrichten und Lehrmittel sollen an Universitäten maßvoll eingesetzt werden. Die spanische Regierung erklärte am 21. September in Madrid, die Hochschulen müssten die Nutzung ihrer digitalen Angebote im Rahmen ihrer Autonomie selbst regeln. Dabei sollen sie auf einen „rationalen und angemessenen“ Einsatz der Technik achten.
Auslöser ist eine Anfrage der Vox-Fraktion im Abgeordnetenkongress. Sie wollte wissen, ob die Regierung Regeln für die digitale Abschaltung und für weniger akademische Kommunikation außerhalb der Arbeitszeit plant.
Hochschulen sollen eigene Regeln setzen
Die Regierung verweist auf die Autonomie der Universitäten. Sie sollen selbst bestimmen, wie sie digitale Plattformen, Kommunikationskanäle und Lehrmittel nutzen.
Das Recht auf digitale Abschaltung gehöre grundsätzlich zum Arbeitsrecht, zur Prävention von Risiken und zur Organisation der Arbeit. An Universitäten gelte es nach den bestehenden Regeln, den Tarifvereinbarungen und den internen Instrumenten der jeweiligen Hochschule.
Sorge wegen Stress und Schlafproblemen
Vox warnt vor psychischen Folgen einer dauerhaft digitalisierten Hochschullehre. Die Partei nennt Angstzustände, Stress, Schlaflosigkeit und emotionale Erschöpfung bei Studierenden und Lehrkräften.
Intensiv genutzte Plattformen könnten das Gefühl ständiger Erreichbarkeit verstärken. Auch der Druck, Nachrichten und E-Mails außerhalb der üblichen Arbeitszeit zu beantworten, sowie weniger persönliche Kontakte spielten dabei eine Rolle.
Das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten will nach eigenen Angaben gemeinsam mit Hochschulen und zuständigen Stellen weiter gute Praktiken fördern. Diese sollen akademische Qualität, eine geordnete Digitalisierung und das Wohlbefinden von Studierenden sowie Lehr- und Forschungspersonal unterstützen.
Themen: Gerichtsprozesse · Arbeitsmarkt · Kultur · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com