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Vor Menorca: Vier Arten sind genetisch vielfältiger

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

In einer Schutzzone im Kanal von Menorca weisen vier untersuchte Meeresarten mehr genetische Vielfalt auf als in zwei Gebieten, in denen Fischerei erlaubt ist. Schleppnetzfischerei ist in der Schutzzone seit 2016 verboten. Das zeigt eine Studie unter Leitung der Universität der Balearen.

La protección pesquera favorece la diversidad genética de las especies marinas del Canal de Menorca
Europa Press

Fast 400 Tiere aus drei Gebieten

Das Team untersuchte Streifenbarben, Schriftbarsche, Skorpionfische und Gemeine Kraken. Dafür analysierte es Proben von fast 400 Tieren, die zwischen 2021 und 2023 in drei Gebieten des Kanals gesammelt wurden. Bei allen vier Arten lag die sogenannte Nukleotiddiversität in der Schutzzone am höchsten. Sie ist ein Maß für genetische Vielfalt.

Die Forschenden verglichen dafür einen Abschnitt der mitochondrialen DNA. Sie betonen, dass diese Methode eine erste Einschätzung liefert, aber umfangreichere Genomstudien nicht ersetzt.

Fischerei verlagert sich nach dem Verbot

Nach Einrichtung der Schutzzone verlagerte sich Fischerei in andere Gebiete, besonders in das nächstgelegene offene Gebiet. Aus Daten zur Schiffsaktivität zwischen 2009 und 2023 ergibt sich ein Zusammenhang: Wo die Fischerei zunahm oder auf gleichem Niveau blieb, war die genetische Vielfalt vergleichsweise geringer.

Laut dem Forschungsteam reicht der Austausch von Tieren zwischen den Gebieten möglicherweise nicht aus, um den Verlust seltener genetischer Varianten bei anhaltend hohem Fischereidruck auszugleichen. Studienleiterin Noemi Pasini sieht in genetischen Messwerten deshalb eine mögliche Ergänzung zur Überwachung von Schutzzonen.

Themen: Natur & Tiere · Umwelt

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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