MÉS greift Balearen-Observatorium für Wohnen an
Wichtige Daten zu Leerständen, Sanierungen und Zweitwohnungen fehlen nach Ansicht von MÉS per Mallorca im Wohnungs-Observatorium der Balearen. Die Partei kritisierte am Donnerstag in Palma, das Observatorium zeichne kein vollständiges Bild des Immobilienmarkts. Der Abgeordnete Ferran Rosa wirft der Balearen-Regierung vor, ihre Wohnungspolitik mit einer einseitigen Analyse zu stützen.
Das Observatorium zeige zwar ein „Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage“, erkläre aber nicht, wie der Markt funktioniere, so Rosa. Nach Angaben von MÉS lässt sich aus der Studie unter anderem nicht ablesen, wie viele Häuser leer stehen, wie viele auf eine Sanierung warten oder wie viele als Zweitwohnungen genutzt werden.
Fehlende Daten zu Eigentum und Bauland
Auch zur Verteilung des Wohneigentums und zu den verschiedenen Zugängen zum Immobilienmarkt gebe es nicht genug Informationen, kritisiert MÉS. Deshalb sei eine vollständige Diagnose der Lage auf dem Wohnungsmarkt schwer möglich.
Die Partei bemängelt zudem, dass ein vor drei Jahren angekündigter Radar für ungenutztes Bauland weiterhin nicht verfügbar sei. Rosa stellt deshalb infrage, warum die Regierung Wohnungen auf ländlichem Boden bauen wolle, wenn sie nicht wisse, wie viel freies Bauland in städtischen Gebieten vorhanden sei.
Vorwurf gegen die Wohnungspolitik
MÉS wirft der Regierung der Balearen vor, ihre öffentliche Wohnungspolitik ohne gründliche Bestandsaufnahme entwickelt zu haben. Das aus Sicht der Partei einseitige Observatorium habe eine liberale Strategie der Regierung gestützt, statt die tatsächliche Situation auf dem Immobilienmarkt abzubilden.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com