Can Pastilla: 66 Messerstiche – Mann gesteht Tötung
Auf einem Weg in Can Pastilla auf Mallorca stach ein Mann im Dezember 2024 laut Anklage bis zu 66-mal auf seine Ex-Partnerin ein. Die gemeinsame Tochter saß hinten im Auto. Am Mittwoch, 7. Oktober 2026, gestand der Angeklagte vor einem Geschworenengericht in Palma, die Frau getötet zu haben.
Angeklagter spricht von Kontrollverlust
Der Mann bestreitet jedoch, einen Mord geplant zu haben. Nach seiner Darstellung zog die Frau während eines Streits ein Messer, das er ihr abnahm. Danach habe er die Kontrolle verloren. „Ich hatte den Teufel in mir“, sagte er vor Gericht. Er bat die Familie der Frau um Verzeihung und sagte, er habe seine Töchter zu Waisen gemacht.
Sein Anwalt erkennt die Tötung an, wertet sie aber als Totschlag statt als Mord. Die Staatsanwaltschaft hält die Darstellung des Angeklagten für unglaubwürdig. Sie geht davon aus, dass er das Messer in seiner Kleidung bei sich trug.
Geschworene beraten über das Urteil
Der Staatsanwalt fordert einen Schuldspruch wegen Mordes. Die Frau sei in dem engen Auto einem unvorhersehbaren Angriff schutzlos ausgeliefert gewesen. Auch der Anwalt ihrer Familie widerspricht der Behauptung, sie habe das Messer zuerst gezogen. Dem Angeklagten drohen 27 Jahre Haft.
Am Donnerstag erhalten die Geschworenen die Fragen für ihren Urteilsspruch und ziehen sich zur Beratung zurück.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com