Miet-Dekrete in Spanien: Asval warnt vor weniger Mietangebot
Vermieter in Spanien sollen nach Ansicht ihres Verbands für Aufgaben geradestehen, die der Staat übernehmen müsste. Das kritisierte der Eigentümerverband Asval am 30. September in Madrid. Anlass sind Miet-Dekrete, die Spaniens Ministerrat am Dienstag beschlossen hat.
Verband fürchtet weniger Mietwohnungen
Die Dekrete verlagerten die Verantwortung für den sozialen Schutz besonders bedürftiger Familien auf private Eigentümer, kritisiert Asval. Der Verband warnt, dadurch könnten weniger Wohnungen zur Miete angeboten werden. Zugleich befürchtet er höhere Preise und größere Schwierigkeiten für Menschen, die noch keinen Mietvertrag haben.
Nach Angaben von Asval benötigen in Spanien 750.000 Haushalte eine Wohnung. Der Verband hält die Dekrete auch rechtlich für problematisch: Er wirft der Regierung vor, tiefgreifende Regeln rückwirkend anwenden zu wollen.
Asval fordert Rückzug der Dekrete
Asval verlangt, die Texte zurückzuziehen und die Reform gemeinsam mit den für Wohnungsfragen zuständigen Regionen neu anzugehen. Zuvor müssten die Folgen der einzelnen Maßnahmen geprüft werden. Außerdem fordert der Verband mehr öffentliche Investitionen in bezahlbare Wohnungen. Konkrete Auswirkungen auf Mallorca nennt er nicht.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com