Palma: 700-Euro-Mieten wecken Betrugsverdacht
Drei Schlafzimmer, zwei Bäder und eine eingerichtete Küche für kaum 700 Euro im Monat: Solche Mietanzeigen tauchen derzeit in Palma auf Mallorca und anderen Gemeinden der Balearen im Netz auf. Der balearische Verbraucherverband Consubal warnt am 4. Oktober, dass die Angebote deutliche Hinweise auf Betrug zeigen.
Erst das Angebot, dann die Vorauszahlung
Die Wohnungen sollen geräumig, renoviert und möbliert sein. Nach Angaben von Consubal passen solche Preise kaum zum aktuellen Wohnungsmarkt auf den Balearen. Hinter den Anzeigen könnten erfundene Vermieter, nicht verfügbare Wohnungen oder Fotos stecken, die von anderen Immobilienportalen kopiert wurden.
Bei der möglichen Masche verlangen Anbieter eine Reservierungsgebühr, eine Anzahlung oder die erste Monatsmiete im Voraus. Zugleich finden sie Ausreden, warum Interessenten die Wohnung vorher nicht besichtigen können. In Betrugsfällen verschwindet der vermeintliche Vermieter nach der Zahlung.
Was Wohnungssuchende prüfen sollten
Consubal rät, bei ungewöhnlich günstigen Mieten misstrauisch zu sein, die Identität des Anbieters zu prüfen und ohne Absicherung kein Geld im Voraus zu zahlen. Persönliche Dokumente sollten nicht an Unbekannte gehen. Wer einen Betrug vermutet oder bereits Geld gezahlt hat, sollte Belege sichern, umgehend die Bank kontaktieren und Anzeige erstatten.
Der Verband fordert außerdem, dass Plattformen Immobilienanzeigen besser prüfen und verdächtige Angebote rasch entfernen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com