Mietdekrete gekippt: Mallorcas Vidal teilt aus
Der Schutz vor Zwangsräumungen und neue Regeln für Mietverträge kommen vorerst nicht: Zwei Wohnungsdekrete sind im spanischen Parlament gescheitert. Der Abgeordnete Vicenç Vidal von Sumar-MÉS aus Mallorca wirft PP, Vox und Junts deshalb am 2. Oktober vor, sie handelten „wie Soziopathen angesichts des Leids der Familien“. Er selbst stimmte für beide Dekrete, obwohl er sie für unzureichend hält. Das teilte MÉS per Mallorca mit.
Das erste Dekret sollte Zwangsräumungen schutzbedürftiger Menschen untersagen und Mietverträge verlängern, die in diesem Jahr auslaufen. Das zweite sah eine automatische Verlängerung von Mietverträgen vor. Eigentümer sollten Mieter mit zwölf Monatsmieten entschädigen müssen, wenn sie den Vertrag beenden.
Vidal kritisiert auch die Sozialisten: Die PSOE habe das Recht auf Wohnen nicht entschlossen genug verteidigt. Für die Balearen fordert er, den Kauf von Wohnungen durch Menschen ohne Wohnsitz auf den Inseln zu begrenzen. Wer dort lebe und arbeite, könne mit Käufern von außerhalb oft nicht mithalten, argumentiert er.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com