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Mieten: Gewerkschaft droht mit Straßenprotesten

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Ohne bezahlbare Mieten wollen Gewerkschaften gemeinsam mit sozialen Gruppen auf die Straße gehen. Das kündigte Unai Sordo, Generalsekretär der Gewerkschaft CCOO, am Freitag in Burgos an.

Sordo entre los representantes de CCOO en Burgos, Rubén Velasco, y de Castilla y León, Ana Fernández
Europa Press

Anlass ist ein künftiges königliches Dekret zur Wohnungspolitik, das die Regierung vorbereitet. Sordo fordert darin keine kleinen Korrekturen, sondern weitreichende Maßnahmen von allen Verwaltungen.

Deckel für Mieten und weniger Ferienwohnungen

Der Gewerkschaftschef verlangt unter anderem eine Begrenzung der Mietpreise und ein Vorgehen gegen die Ausbreitung von Ferienwohnungen. Zwangsräumungen dürften nach seiner Forderung nicht ohne eine Wohnalternative stattfinden.

Auch Investmentfonds sollen nach Sordos Worten aus dem Wohnungsmarkt gedrängt werden. Die aktuelle Wohnungskrise brauche strukturelle Lösungen, erklärte er bei einer Veranstaltung zum 50. Jahrestag einer historischen geheimen Gewerkschaftsversammlung aus der Mitte der 70er Jahre.

Proteste bei weiter unbezahlbaren Preisen

Sordo nahm auch die autonomen Gemeinschaften in die Pflicht. Sie müssten ihre Zuständigkeiten wahrnehmen. Falls der Zugang zu Wohnraum nicht zu bezahlbaren Preisen gesichert werde, wollten Gewerkschaften und soziale Gruppen die Proteste auf der Straße vorantreiben.

Bei der Gedenkveranstaltung verwies Sordo zudem auf die Rolle der Arbeiterschaft beim Übergang Spaniens zur Demokratie. Die damaligen Gewerkschaftskämpfe verknüpfte er mit der heutigen Verteidigung von Freiheiten gegen den Aufstieg der extremen Rechten und den von ihm genannten „Trumpismus“.

Themen: Arbeitsmarkt · Wohnen & Immobilien · Tourismus · Politik · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com