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Wohnungsdekret fällt: 10 Prozent für Ferienwohnungen weg

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Die geplante Verlängerung von Mietverträgen, die in diesem Jahr auslaufen, ist vom Tisch. Spaniens Parlament hat am Freitag, dem 2. Oktober, in Madrid das Wohnungsdekret der Regierung abgelehnt. Damit entfällt auch die vorgesehene Mehrwertsteuer von 10 Prozent auf Ferienwohnungen. Gegen das Dekret stimmten die Abgeordneten von Partido Popular (PP), Vox, Junts und Unión del Pueblo Navarro (UPN).

El presidente del Gobierno, Pedro Sánchez, y ministra de Vivienda y Agenda Urbana, Isabel Rodríguez, a su llegada a una sesión plenaria
Europa Press

Nach gut 24 Stunden wieder außer Kraft

Das Dekret war erst am Donnerstag um Mitternacht in Kraft getreten. Am Freitag lehnten es 178 Abgeordnete ab, 172 stimmten dafür. Damit ist es aufgehoben. Auch das vorgesehene Verbot von Zwangsräumungen besonders schutzbedürftiger Menschen gilt nicht weiter.

Wohnungsministerin Isabel Rodríguez hatte die Opposition und besonders Junts vor der Abstimmung zur Enthaltung aufgefordert. Die Abstimmung fand öffentlich statt: Jeder Abgeordnete gab seine Stimme vom eigenen Platz aus laut ab.

Auch Steuerpläne und Kredite fallen weg

Neben der Mehrwertsteuer auf Ferienwohnungen sah das Dekret Zuschläge auf die Grundsteuer für leer stehende Wohnungen vor, deren Eigentümer mindestens vier Wohnimmobilien besitzen. Für Mieter in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt war ein Steuerabzug von 10 Prozent vorgesehen.

Auch zins- und gebührenfreie Darlehen von bis zu 50.000 Euro für den Kauf einer ersten Wohnung standen im Text. Diese Maßnahmen treten mit dem aufgehobenen Dekret ebenfalls nicht weiter in Kraft.

Themen: Wohnen & Immobilien · Tourismus · Politik · Wirtschaft

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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