Spanien: Ombudsmann will Mietwohnungen statt Verkauf
Mehr öffentlich geförderte Wohnungen zur Miete statt zum Kauf: Das soll Menschen in Spanien den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum erleichtern. Spaniens Ombudsmann fordert diesen Kurs in einem Bericht, der am Dienstag, 3. November, beim Parlament einging. Die Meldung kommt aus Madrid.
Der Bericht enthält 35 Empfehlungen. Der Ombudsmann warnt davor, dass öffentlich geförderte Wohnungen nach Ablauf ihrer Schutzfristen aus dem Bestand fallen. Ein ausreichend großer Bestand könne dagegen helfen, die Preise am Wohnungsmarkt zu dämpfen.
Vorrang für Menschen in Wohnungsnot
Öffentliche Mietwohnungen sollen vor allem Menschen in Wohnungsnot und Haushalten mit geringem Einkommen zugutekommen. Der Bericht nennt unter anderem Familien mit Kindern, Alleinerziehende, junge Menschen, Menschen mit Behinderung und Ältere.
Für gefährdete Mieter, die eine Mieterhöhung nicht bezahlen können, fordert der Ombudsmann besondere Maßnahmen gegen Zwangsräumungen. Zudem regt er an, eine finanzielle Unterstützung für Menschen zu prüfen, die sich sonst keine Wohnung auf dem Mietmarkt leisten können.
Auch Ferienwohnungen im Blick
Der Ombudsmann empfiehlt, leer stehende Privatwohnungen für bezahlbare Mieten zu gewinnen – etwa durch steuerliche Anreize oder Vereinbarungen mit großen Eigentümern. In Gebieten, in denen mehr Ferienwohnungen den Markt für dauerhaftes Wohnen belasten und zur Gentrifizierung beitragen, hält er Begrenzungen der Ferienvermietung für nötig.
Themen: Wohnen & Immobilien · Tourismus
Quelle: Europa Press / Mallorca.com