Spanien: 2.067 Mietwohnungen nach Dekreten zurückgezogen
In Spanien haben Eigentümer binnen zehn Tagen 2.067 Wohnungen aus dem Angebot für reguläre Mietverträge zurückgezogen. Das geht aus einer Umfrage der Nationalen Föderation der Immobilienverbände (FAI) vom 13. Oktober unter mehr als 600 Maklerbüros in größeren Städten des Landes hervor. Nach Angaben des Verbands liegen zudem 1.523 Vertragsabschlüsse auf Eis. Die Makler beobachten diese Entwicklung nach den Wohnungsdekreten der Regierung.
Wohnungen wechseln in den Verkauf
Die zurückgezogenen Wohnungen sind nur ein Teil der Bilanz. Laut FAI wechselten weitere 1.224 Wohnungen vom Mietangebot in den Verkauf. Bei 944 Wohnungen wichen die Angebote auf befristete Vermietung oder Zimmervermietung aus. Zusammen sind damit 4.235 Wohnungen aus dem Angebot für reguläre Mietverträge verschwunden oder in andere Vermietungsformen gewechselt.
78,1 Prozent der befragten Büros berichten, dass Eigentümer Mietwohnungen aus dem regulären Angebot genommen haben. 72,4 Prozent beobachten gestoppte oder verzögerte Vertragsabschlüsse. Nur 11,1 Prozent melden keine Veränderung ihrer Tätigkeit.
Verband rechnet mit weiterem Rückgang
Die FAI erwartet, dass die Zahl der Mietgeschäfte in den kommenden Wochen um 25 bis 30 Prozent sinken könnte. Verbandspräsident José María Alfaro führt die Zurückhaltung kleiner Eigentümer unter anderem darauf zurück, dass sie den Schutz vor ausbleibenden Mietzahlungen nicht für ausreichend geklärt halten. Zugleich warnt er, verzögerte Vertragsabschlüsse könnten Familien ohne Mietalternative lassen.
Die Umfrage nennt keine eigenen Zahlen für Mallorca. Ob und in welchem Umfang dort Mietangebote betroffen sind, lässt sich daraus nicht ablesen.
Themen: Wohnen & Immobilien
Quelle: Europa Press / Mallorca.com