13.000 Migranten auf den Balearen jetzt sozialversichert
Mehr als 13.000 Migranten auf den Balearen sind nach Angaben der Regierung inzwischen bei der Sozialversicherung angemeldet. Sie gehören zu 34.000 Menschen, die eine außerordentliche Regularisierung beantragt hatten. Das entspricht 38,2 Prozent der Antragsteller.
Die Staatssekretärin für Migration, Pilar Cancela, nannte die Zahlen am Donnerstag bei einem Besuch der Stiftung für Bauwirtschaft in Palma auf Mallorca. Die Regularisierung habe die Betroffenen aus rechtlicher Unsicherheit geholt, sagte sie.
Ausbildung oder Job im Bau
Nach Abschluss der Regularisierung haben die Menschen laut Cancela zwei Möglichkeiten: eine Ausbildung oder den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Dafür sei ebenfalls Qualifizierung nötig.
Gerade die Baubranche suche viele Arbeitskräfte, erklärte die Staatssekretärin. Die Verwaltungen hätten dem Wohnungsbau Priorität gegeben. Um Wohnungen zu bauen, müssten mehr Menschen in den Arbeitsmarkt kommen.
Die Stiftung für Bauwirtschaft bietet dafür spezielle Kurse mit 30 bis 60 Stunden an. Dazu gehören sprachliche Unterstützung und Schulungen für gefragte Berufe wie Maurer, Maler oder das Bedienen von Maschinen.
Wirkung auch für Tourismus und Beschäftigte
Die Staatssekretärin für Tourismus, Rosario Sánchez, sagte, die Regularisierung ermögliche Menschen, die bereits in Spanien lebten und oft in prekären Situationen waren, legal zu arbeiten. Sie könnten nun in die Sozialversicherung einzahlen und ihre Arbeitsrechte geltend machen.
Die Folgen seien bereits in wichtigen Branchen der balearischen Wirtschaft spürbar, darunter Tourismus und Bau. Nach Sánchez' Worten macht die Regularisierung Jobs sichtbar, die zuvor in der Schattenwirtschaft lagen, und soll den Arbeitsmarkt mit mehr Rechten und Sicherheiten stärken.
Cancela erwartet, dass das Verfahren in den kommenden Monaten abgeschlossen wird.
Themen: Migration · Arbeitsmarkt · Tourismus · Politik · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com