Balearen-Route stabil: 4.357 Ankünfte auf Kanaren
Auf den Kanaren sind in den vergangenen zwei Wochen 4.357 Menschen irregulär angekommen. Am 7. November erklären die Hilfsorganisationen Comisión Española de Ayuda al Refugiado (CEAR) und Accem den jüngsten Anstieg vor allem mit dem Herbstwetter. Auf der Route über die Balearen bleiben die Ankünfte laut CEAR dagegen stabil.
Ruhigeres Meer, andere Abfahrtsorte
Accem zufolge fahren zwischen September und November regelmäßig mehr Boote zu den Kanaren, weil das Meer in dieser Zeit ruhiger ist. CEAR nennt das Wetter und die größere Sicherheit auf See als Gründe für den saisonalen Anstieg.
Auch die Abfahrtsorte haben sich verändert: Zwei Monate lang starteten Boote vor allem im Süden Marokkos und in der Westsahara mit Ziel Lanzarote und Fuerteventura. Zuletzt kamen wieder Boote aus Senegal und Gambia mit Ziel El Hierro. CEAR verweist zudem auf politische Instabilität und fehlende wirtschaftliche Perspektiven in Westafrika.
Balearen folgen nicht demselben Muster
Weniger Ankünfte auf einer Route führen nicht automatisch zu mehr Ankünften auf einer anderen, betont CEAR. Auf den Kanaren kommen demnach überwiegend Menschen aus Westafrika an, auf den Balearen vor allem aus Somalia und Sudan.
Die jüngste Zunahme auf den Kanaren steht einem Rückgang im bisherigen Jahresverlauf gegenüber: Vom 1. Januar bis zum 31. Oktober kamen dort laut spanischem Innenministerium 13.327 Menschen irregulär an, 5,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Spanienweit stieg die Zahl dagegen um 8,9 Prozent auf 32.942. Wie gefährlich die Überfahrt bleibt, zeigte sich am 1. November: Mindestens sieben Menschen starben beim Versuch, die Kanaren zu erreichen.
Themen: Migration
Quelle: Europa Press / Mallorca.com