Palma: Falscher Millionär soll Tausende Euro kassiert haben
12.500 Euro in bar, Belastungen auf einer Kreditkarte und ein nicht zurückgegebenes Fahrrad: Das soll ein Mann einer Frau abgenommen haben, nachdem er sich als Olympiasieger und künftiger Millionenerbe ausgegeben hatte. Am Donnerstag, 29. Oktober, um 10.00 Uhr befasst sich die zweite Kammer des Provinzgerichts in Palma auf Mallorca in einer Vorverhandlung mit dem Fall. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, mehrere Menschen betrogen zu haben.
Geld, Kreditkarte und Fahrrad
Die Frau lernte den Mann laut Staatsanwaltschaft im Dezember 2023 in einem Ausgehlokal kennen. Er habe ihr erzählt, seine Mutter sei kürzlich gestorben und er werde ein Millionenvermögen erben. Seine Konten in Monaco seien jedoch gesperrt. Daraufhin habe sie ihm 12.500 Euro in bar gegeben.
Bei einer gemeinsamen Reise nach Dubai soll der Mann zudem ihre Kreditkarte mehrfach belastet haben. Auch ein Fahrrad im Wert von 3.500 Euro lieh sie ihm. Laut Staatsanwaltschaft gab er es nie zurück.
Geld für Fahrräder und Rolex-Uhren
Einen weiteren Kontakt knüpfte der Angeklagte 2023 über eine App für Padel-Spiele. Er habe sich als Spitzensportler mit wichtigen Fahrradsponsoren ausgegeben und ein Fahrrad unter Marktpreis angeboten. Der Mann zahlte 1.680 Euro, erhielt laut Staatsanwaltschaft aber weder das Fahrrad noch sein Geld zurück.
Im Januar 2024 soll der Angeklagte einer Frau in einer Bar in Palma erzählt haben, Uhrenmarken unterstützten ihn als Spitzensportler. Sie gab ihm 4.200 Euro für zwei Rolex-Uhren, die er ihr angeblich unter Marktpreis beschaffen konnte. Die Staatsanwaltschaft fordert wegen Betrugs und Urkundenfälschung vier Jahre Haft und Entschädigungen für die Geschädigten.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com