Mallorca: Verband lehnt 5,3 Prozent mehr Mindestlohn ab
Auf Mallorca stößt der Vorschlag für 5,3 Prozent mehr Mindestlohn im Jahr 2027 auf Widerstand. Der Verband kleiner und mittlerer Unternehmen Pimem lehnt die Erhöhung am 5. November ab. Er nennt sie parteipolitisch und wahltaktisch.
Pimem-Präsident Jordi Mora hält den Zeitpunkt für falsch. Die Regierung sei geschwächt; eine Entscheidung mit solchen Folgen für Unternehmen und Wirtschaft dürfe sie aus seiner Sicht nicht auf diese Weise treffen. Pimem verweist darauf, dass die Regierung den Mindestlohn bereits 2026 erhöht habe. Erhöhungen seit 2019 habe der Verband unterstützt, sofern sie schrittweise und im Konsens erfolgt seien.
Mora warnt zudem vor höheren Löhnen ohne eine entsprechende Steigerung der Produktivität. Er wünsche sich Gehälter wie in anderen europäischen Ländern, sehe Spaniens Produktivität aber weiterhin deutlich niedriger. Arbeitsministerin Yolanda Díaz wirft der Verband mangelnden Dialog mit den Arbeitgeberverbänden vor.
Das Arbeitsministerium hat den Verordnungsentwurf zur öffentlichen Stellungnahme vorgelegt. Der Ministerrat muss die Erhöhung noch billigen; damit wird voraussichtlich vor den Parlamentswahlen gerechnet. In der vergangenen Dekade stieg der Mindestlohn laut der Meldung um 72,7 Prozent: von 707,7 Euro im Jahr 2017 auf 1.221 Euro im Jahr 2026.
Themen: Arbeitsmarkt · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com