Mobbing: 9 von 10 Befragten mit Autismus betroffen
Neun von zehn befragten Schülerinnen und Schülern mit Autismus haben im Schuljahr Mobbing an einer Schule in Spanien erlebt. Die Zahlen stammen aus einer Studie der Confederación Autismo España, über die am 4. November 2026 aus Madrid berichtet wurde. Daran nahmen 259 junge Menschen zwischen 8 und 20 Jahren teil, die spanische Schulen besuchen und mit Organisationen aus dem Netzwerk von Autismo España verbunden sind.
Schikane wiederholt sich oft
In 60 Prozent der Fälle kam mindestens eine Form der Schikane wiederholt vor. Häufig erlebten die Betroffenen mehrere Formen zugleich. Besonders ins Gewicht fällt laut Studie, dass andere sie aus der Gemeinschaft ausschließen.
Zwischen den Geschlechtern fand die Studie keine deutlichen Unterschiede. Unterschiede zwischen Schulformen und Bildungsstufen gab es zwar. Frei von Mobbing war nach Einschätzung der Forschenden aber keine davon.
Fachleute fordern bessere Zusammenarbeit
Eine Expertengruppe fordert, dass die Beteiligten bei Mobbingfällen enger zusammenarbeiten und gezielter reagieren. Alle Schulen müssten zu einem besseren Miteinander beitragen.
Die Zahl der erfassten Schülerinnen und Schüler mit Autismus in Spanien wächst. Im Schuljahr 2024–2025 waren es laut Bildungsministerium mehr als 108.000 im nicht universitären Regelschulsystem. Das entsprach 1,30 Prozent aller Schülerinnen und Schüler und knapp 34 Prozent der Lernenden mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgrund einer Behinderung.
Themen: Bildung
Quelle: Europa Press / Mallorca.com