Can Pastilla: 66 Messerstiche, Angeklagter voller Blut
Voller Blut, mit einer Schnittwunde an der Hand und auffallend ruhig: So fanden Polizisten den Angeklagten in einem Polizeiwagen vor. Das schilderten sie am Montag im Prozess um den Tod von María del Rosario in Can Pastilla bei Palma auf Mallorca. Dem Mann wird vorgeworfen, die Frau im Dezember 2024 mit bis zu 66 Messerstichen getötet zu haben.
Kameras und Überwachung orten den Angeklagten
Nach Angaben der Polizisten verorten sowohl Sicherheitskameras als auch ein elektronisches Überwachungsgerät den Angeklagten am Tatort. Auf einigen Aufnahmen ist zu sehen, wie er sich von dort entfernt. Besonders deutlich zeige dies ein Video, das eine Zeugin zur Verfügung gestellt habe.
Im Auto fanden die Ermittler das meiste Blut auf dem Beifahrersitz. Das Messer lag unter einem Pedal auf der Fahrerseite.
Anklage schildert Tat und Unfall
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft überredete der Mann die Frau, gemeinsam ihre jüngere Tochter aus einer Kindertagesstätte abzuholen. Er bat sie, ihr Armband zu Hause zu lassen. Nachdem sie das Kind abgeholt hatten, soll er auf dem Weg durch Can Pastilla ein Messer aus seiner Kleidung gezogen und auf die Frau eingestochen haben. Sie starb wenige Minuten später.
Mit der Toten im Auto beschleunigte der Mann laut Anklage plötzlich. Es kam zu mehreren Verkehrsunfällen, bevor der Wagen auf ein anderes Auto auffuhr und stehen blieb. Das Baby erlitt leichte Verletzungen. Der Mann floh, die Ortspolizei von Palma nahm ihn kurz darauf in einem Park der Gegend fest. Ihm drohen 27 Jahre Haft. Der Prozess vor einem Geschworenengericht in Palma dauert an.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com