41 Millionen extra: Plattform greift Müllgeschäft auf Mallorca an
41 Millionen Euro zusätzlich für Tirme und Müllimporte aus Eivissa nach Mallorca: Dagegen richtet sich die Bürgerplattform gegen die Einfuhr von Abfällen. Am 14. September 2026 fordert sie in Palma, die Transporte zu stoppen und das Tarifsystem gründlich zu überprüfen. Die Plattform spricht von einem „Rundum-Geschäft“ für das Unternehmen.
Nach Angaben der Initiative hätte die Balearenregierung über zehn Jahre 50 Millionen Euro an den Consell de Mallorca zahlen müssen. Der Inselrat wiederum habe Tirme in drei Jahren 103 Millionen Euro überwiesen, um das Geschäft mit den Abfällen aus Eivissa zu ermöglichen.
Plattform beruft sich auf Prüfberichte
Die Vorwürfe stützt die Plattform auf einen Bericht der Rechnungsprüfung des Consell de Mallorca. Darin sei von einer Rentabilität von 77 Prozent für den Konzessionär die Rede. Außerdem würden Sachverhalte genannt, die möglicherweise eine Veruntreuung öffentlicher Gelder darstellen könnten.
Auch auf die Balearische Rechnungskontrolle verweist die Initiative. Die Zahlungen seien nicht im Subventionsplan von 2023 vorgesehen gewesen, hätten keine rechtliche Grundlage und keine Begründung oder Sicherheiten für Vorauszahlungen gehabt. Sie seien zudem kein wirtschaftlicher Ausgleich des Vertrags gewesen, so die Plattform.
Streit um Müllverbrennung in Son Reus
Nach Darstellung der Initiative braucht die Müllverbrennungsanlage Son Reus Abfälle von außerhalb Mallorcas, weil auf der Insel mehr recycelt werde und weniger Restmüll anfalle. Die benötigten Mengen stammten von der Deponie Can la Putxa auf Eivissa.
Die Plattform warnt, Mallorca werde so zur „Deponie der Balearen“. Die Gebühr, die sinken sollte, sei weder für 2025 noch für 2026 beschlossen worden. Sie fordert deshalb, die Mülltransporte zu beenden, die zusätzlichen 41 Millionen Euro nicht bereitzustellen und die Tarifmethodik neu zu prüfen.
Stattdessen schlägt die Initiative ein Modell mit weniger Abfall, Wiederverwendung über Pfand- und Rückgabesysteme, Haustürsammlung einschließlich Bioabfall und einer lokalen Recyclingindustrie vor.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com