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Palma: Nano-Roboter sollen Krebs früher erkennen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Winzige Nano-Roboter sollen im Blut Krebsmarker aufspüren und damit Krebs früher erkennbar machen. Ein Forschungsteam der Universitat de les Illes Balears in Palma hat dafür ein theoretisches System entwickelt und in Computersimulationen geprüft. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift „Computers in Biology and Medicine“.

Nanorrobots en la lucha contra el cáncer: desarrollan en la UIB un sistema para mejorar el diagnóstico precoz.
Europa Press

Die Nano-Roboter, also winzige Geräte im Nanometerbereich, würden in diesem Modell durch den Blutkreislauf wandern. Dort suchen sie nach Biomarkern – Stoffen im Blut, die auf eine Krankheit hinweisen können. Ein externes Gerät sammelt und analysiert anschließend die Daten.

Algorithmus ersetzt festen Grenzwert

Das Team der Forschungsgruppe Motibo kombiniert Nanosensoren mit mathematischen Modellen. Statt eines festen Grenzwerts nutzt das System einen Algorithmus, der sich an der kollektiven Intelligenz von Insektenschwärmen orientiert. Er soll die Messwerte der Nano-Roboter auch bei biologischen Schwankungen besser einordnen.

Ein sogenanntes Fusionszentrum verarbeitet die gesammelten Informationen mit einem Algorithmus auf Basis von Markov-Ketten. So soll es erkennen, ob Hinweise auf Krebs vorliegen.

Bislang nur ein theoretisches Modell

Die Forschenden passten dafür bereits bestehende mathematische Modelle des menschlichen Kreislaufsystems an und simulierten zahlreiche Bewegungen der Nano-Roboter in den Blutgefäßen. Nach Angaben des Teams könnte das Verfahren Krebs in sehr frühen Phasen erkennen, wenn herkömmliche Methoden die Krankheit noch nicht identifizieren.

Noch ist die Technik nicht praktisch erprobt: Das Modell wurde ausschließlich mit Simulationen validiert. Perspektivisch könnten die Nano-Roboter laut den Autoren auch therapeutische Funktionen übernehmen und Tumoren lokal behandeln.

Themen: Kultur

Quelle: Europa Press / Mallorca.com