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1.522 Notfälle pro Tag: Streit um Kollaps auf den Balearen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

An einem Tag zählen die öffentlichen Krankenhäuser auf den Balearen rund 1.522 Notfälle. Ob ihre Notaufnahmen deshalb überlastet sind, ist im Parlament umstritten. Gesundheitsministerin Manuela García wies am Mittwoch, 7. Oktober, in der Gesundheitskommission einen „Kollaps“ zurück. Die PSIB-Abgeordnete Irantzu Fernández spricht dagegen von einem „echten Kollaps“.

Archivo - La consellera de Salud, Manuela García, en el pleno del Parlament.
Europa Press

Ministerin spricht von Belastungsspitzen

García hält Spitzen bei der Belastung der Krankenhäuser für üblich. Auf den Balearen haben nach ihren Angaben derzeit 1,2 Millionen Menschen eine Gesundheitskarte. An einem Tag verzeichnen die öffentlichen Krankenhäuser laut der Ministerin rund 23.600 Konsultationen und 223 Operationen.

Die höhere Belastung erklärt García damit, dass mehr Menschen Anspruch auf medizinische Versorgung haben und länger leben. Damit nehme auch die Krankheitslast zu.

Opposition verweist auf Wartelisten

Fernández widerspricht: Nicht abgedeckte Urlaubszeiten und immer kürzere Verträge trügen aus ihrer Sicht zur Lage bei. Mehr als 17.000 Patienten warten nach ihren Angaben auf eine Operation, 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die durchschnittliche Wartezeit liege bei 114 Tagen.

Auch Marta Carrió von MÉS per Mallorca sieht eine negative Entwicklung bei den Kennzahlen, mit Ausnahme der ambulanten Sprechstunden. Die PP-Abgeordnete Isabel Maria Borrás hält dagegen: Für einen Kollaps gebe es keine einheitliche Definition; er sei mehr als eine lange Warteliste oder eine hohe Belastung.

Streit auch um den Gesundheitsetat

García erklärte, das spanische Gesundheitsministerium habe der Regionalregierung von 2018 bis 2023 knapp 80 Millionen Euro zugewiesen, 2024 aber nur noch 9,2 Millionen Euro. Die Regionalregierung habe die Differenz übernommen und den Gesundheitsetat um neun Prozent erhöht.

Fernández kritisierte García für die Haushaltsführung. Der PP warf sie vor, das Wachstum des Gesundheitsetats gebremst zu haben.

Themen: Soziales · Gesundheit · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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