Vox fordert Notfallplan für bis zu 200 Boote vor Eivissa
Eine gleichzeitige Ankunft von „100 oder 200 pateras“ könnte für Eivissa Folgen haben, warnt der Präsident des Inselrats von Eivissa, Vicent Marí. Vox will deshalb am Donnerstag im Stadtrat von Eivissa einen Notfallplan für die Migrationsroute zwischen Algerien und den Balearen fordern.
Die Partei verweist auf steigende Ankünfte und die derzeitige Lage der Dienste auf den Inseln. Diese müssten sich nach Ansicht von Vox auf außergewöhnliche Szenarien vorbereiten.
Warnungen, Personal und ein gemeinsamer Plan
Vox verlangt von der spanischen Regierung mehr Personal, Material und Technik zur Überwachung und Kontrolle der Route zwischen Algerien und den Balearen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf Eivissa und Formentera liegen.
Stadtrat, Inselrat und weitere betroffene Verwaltungen sollen mögliche Warnungen oder Risikobewertungen sofort über offizielle Kanäle erhalten. Die Regierungsdelegation soll zudem gemeinsam mit der balearischen Regierung, dem Inselrat, den Gemeinden, den staatlichen Sicherheitskräften und den Rettungsdiensten ein eigenes Protokoll ausarbeiten.
Wer bei vielen Booten zuständig sein soll
Das Protokoll soll Alarmwege, die Zusammenarbeit der Behörden sowie verfügbare Ressourcen und Räume vorab festlegen. Es soll auch klären, wer für Identifizierung, Weiterleitung, medizinische Versorgung, Sicherheit, Transport und eine vorübergehende Unterbringung zuständig ist.
Vox fordert außerdem ein dringendes Treffen aller beteiligten Stellen. Dabei sollen sie die tatsächlichen Kapazitäten prüfen, bestehende Lücken feststellen und eine Planung oder Simulation für verschiedene Szenarien durchführen.
Die Partei verlangt finanzielle Mittel für außergewöhnliche Kosten, die irreguläre Migration bei regionalen, insularen und kommunalen Verwaltungen verursacht. Besonders nennt Vox das Schutzsystem für Minderjährige. Zusätzlich fordert die Initiative mehr Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern, vor allem Algerien, sowie ein Vorgehen gegen Schleusernetzwerke.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com