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Balearen: OCB wartet auf Antwort zu 50 Sprachideen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

50 Vorschläge zum Schutz des Katalanischen liegen nach Angaben des Kulturverbands Obra Cultural Balear (OCB) seit zwei Jahren bei der Regierung der Balearen – ohne Antwort. Das kritisiert OCB-Präsident Antoni Llabrés am 20. Oktober 2026 nach der dritten und letzten Generaldebatte der laufenden Legislaturperiode. Die Mitteilung kommt aus Palma auf Mallorca.

Archivo - Decenas de personas durante una manifestación convocada por la OCB en Palma.
Europa Press

Scharfe Kritik an der Regierung

Llabrés nennt die Legislaturperiode „schwarze vier Jahre“ für Sprache und Kultur der Balearen. Er wirft der Regierung unter Präsidentin Marga Prohens Rückschritte und anhaltende Untätigkeit vor. Besonders fehle es an Hilfe für neu Zugezogene, die Katalanisch lernen und im Alltag nutzen wollen.

Der Verband kritisiert zudem sprachpolitische Maßnahmen aus Vereinbarungen zwischen der Volkspartei PP und Vox, vor allem in der Bildung und im öffentlichen Dienst. Prohens’ Worte vom vergangenen Jahr über den Schutz von Sprache und Kultur hätten laut OCB keine greifbaren Folgen gehabt.

50 Vorschläge bleiben unbeantwortet

Die OCB hatte der Regierung vor zwei Jahren 50 Maßnahmen für Sprache und Kultur vorgelegt. Eine Antwort habe sie bis heute nicht erhalten, sagt Llabrés. Zum 40. Jahrestag des Gesetzes zur Förderung des Katalanischen fordert er entschlossenere Schritte.

Auch das starke Bevölkerungswachstum auf den Balearen macht der Verband zum Thema. Neu Zugezogene bräuchten ausreichende Kurse und leicht zugängliche Angebote, um Katalanisch lernen und verwenden zu können, fordert Llabrés. Ohne solche Angebote hingen ihre Möglichkeiten zu sehr von den persönlichen Lebensumständen ab.

Themen: Kultur · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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