Olivenöl in Spanien: 12 Prozent sollen vom Markt
Spanien will vorübergehend 12 Prozent seiner Olivenölproduktion vom Markt nehmen. Landwirtschaftsminister Luis Planas erklärte am Freitag, 6. November 2026, bei einem Besuch der Genossenschaft La Unión in Montilla (Córdoba), dass der Mechanismus dafür aktiviert sei. Die Maßnahme soll Erzeugern eine angemessene Bezahlung sichern und starke Preisschwankungen für Verbraucher verhindern, sagte er.
Warum Planas eingreifen will
Die Regelung erschien am Freitag im spanischen Amtsblatt. Laut Planas hatten die Bauernverbände Asaja, UPA und COAG sowie der Verband der Agrargenossenschaften darum gebeten. Sie wollen die Rentabilität der Olivenbauern sichern. Planas verwies dabei auf die deutlich höheren Produktionskosten im traditionellen Olivenanbau gegenüber besonders intensiv bewirtschafteten Anlagen.
Der Minister bezeichnete den Rückzug von Öl vom Markt als außergewöhnliche und vorübergehende Maßnahme. Er stehe im Einklang mit den Regeln der Europäischen Union. Diese erlauben bei Überproduktion eine zeitlich begrenzte Regulierung des Angebots.
Ernte und Vorräte nähern sich zwei Millionen Tonnen
Schätzungen der spanischen Regionen zufolge könnte die Produktion in der gerade begonnenen Saison 1,6 Millionen Tonnen übersteigen. Hinzu kommen 357.000 Tonnen Vorräte aus der vorherigen Saison. Zusammen nähert sich die Menge damit zwei Millionen Tonnen.
Sie liegt über der Schwelle, ab der Spanien den Mechanismus aktivieren kann: 120 Prozent des Durchschnitts der vergangenen sechs Saisons.
Themen: Landwirtschaft · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com