Balearen: Weniger Olivenöl, Spanien erwartet 23 Prozent mehr
Auf den Balearen dürfte in der Olivenölkampagne 2026/2027 weniger Öl produziert werden als im Vorjahr. Spanienweit erwartet das Landwirtschaftsministerium dagegen 1,6 Millionen Tonnen – ein Plus von 23 Prozent. Landwirtschaftsminister Luis Planas stellte die ersten Schätzungen am 1. Oktober 2026 in Jaén in Spanien vor. Wie groß der Rückgang auf den Balearen ausfallen könnte, geht aus den Zahlen nicht hervor.
Warum Spanien mehr Olivenöl erwartet
Milde Temperaturen und reichlich Regen im vergangenen Frühjahr begünstigten laut Planas die Blüte und die Entwicklung der Früchte. Allein für Andalusien rechnet das Ministerium mit 1.261.200 Tonnen Olivenöl. Neben den Balearen erwartet es unter anderem auch in Katalonien und Aragón eine geringere Produktion als im Vorjahr.
Die Zahlen sind vorläufig. Das Wetter in den kommenden Wochen und der endgültige Ertrag der Oliven können die Prognose noch verändern, besonders nach den hohen Sommertemperaturen in Olivenhainen ohne Bewässerung.
Entscheidung über mögliche Marktentlastung im November
Bei einem Überangebot könnte Spanien vorübergehend Olivenöl vom Markt nehmen, um die Preise zu stabilisieren. Ob das geschieht, will das Ministerium in der ersten Novemberhälfte entscheiden. Bis dahin können die Regionen ihre Schätzungen anpassen; Mitte Oktober soll zudem feststehen, wie viel Öl aus der vorherigen Kampagne noch vorhanden ist. Planas betont, dass diese außergewöhnliche Maßnahme bislang noch nie angewendet wurde.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com