Olivenöl: Spanien nimmt 12 Prozent vorerst vom Markt
Spaniens Ölmühlen müssen ab dem 6. November zwölf Prozent ihres Olivenöls aus der Saison 2026/2027 zurückhalten. Das betrifft nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums rund 188.000 Tonnen. Das Öl soll bis zum 30. September 2027 eingelagert bleiben.
Warum das Öl im Lager bleibt
Die Regierung rechnet mit einer Produktion von 1.602.596 Tonnen Olivenöl – 23 Prozent mehr als in der vorherigen Saison. Hinzu kommen Anfangsbestände von 357.040 Tonnen. Mit der vorübergehenden Entnahme will das Ministerium das Angebot regulieren und den Markt stabilisieren.
Das Ministerium führt die erwartete größere Ernte auf mildes Wetter und reichlich Regen im Frühjahr zurück. Beides habe die Blüte und die Entwicklung der Früchte in wichtigen Anbaugebieten begünstigt.
Was für Ölmühlen gilt
Die Pflicht betrifft die ab November gemeldete Produktion, nicht das Olivenöl aus dem Oktober. Jede Ölmühle muss zwölf Prozent ihrer monatlich angesammelten Produktion zurückhalten. Sie kann selbst wählen, welche Ölkategorie sie einlagert und ob das Öl in eigenen oder fremden Anlagen bleibt.
Die Ölmühlen müssen ihre Produktion und Bestände melden und Kontrollen vor Ort ermöglichen. Ab dem 31. Dezember 2026 kann das Ministerium die Regelung ändern, wenn sich die tatsächliche Produktion anders entwickelt.
Themen: Landwirtschaft · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com