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Mallorca macht den ersten Schritt zum Olivenöl-Tourismus

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Mallorca will Olivenhaine, Ölmühlen und die Inselküche stärker zum Erlebnis für Urlauber machen. Der Consell de Mallorca hat am Donnerstag den Beitritt zur Spanischen Vereinigung der Oliven-Gemeinden AEMO beschlossen. Dieser Schritt soll Mallorca den Weg zum Olivenöl-Tourismus ebnen.

AEMO fördert gemeinsam mit acht Provinzverwaltungen das Projekt Oleoturismo España. Es verbindet spanische Anbaugebiete mit dem Ziel, Olivenanbau und Ölproduktion als nachhaltiges und hochwertiges Tourismusangebot zu entwickeln.

Beitritt ist noch keine Aufnahme ins Programm

Mit der Mitgliedschaft bei AEMO erfüllt Mallorca laut Consell eine notwendige Voraussetzung, um sich später als Reiseziel von Oleoturismo España zertifizieren zu lassen. Erst danach kann die Insel dem nationalen Programm beitreten.

Auch Gemeinden auf Mallorca können dann an der gemeinsamen Vermarktung teilnehmen, ohne einzeln AEMO beitreten zu müssen. Später sollen sich zudem Unternehmen aus dem Sektor dem Projekt anschließen können.

Olivenöl soll mehr als ein Produkt sein

Das Projekt stellt nicht nur das Öl in den Mittelpunkt. Es bezieht auch Olivenlandschaften, Anbaugebiete, Ölmühlen, Gastronomie, traditionelle Berufe und die auf Mallorca verwurzelte Olivenkultur ein.

Präsidialrat Toni Fuster sagte, Mallorca dürfe bei einem Projekt nicht außen vor bleiben, das zu Geschichte, Landschaft und Lebensweise der Insel gehöre. Es gehe nicht darum, mehr Tourismus anzuziehen, sondern den vorhandenen Tourismus dafür zu nutzen, dass er die eigenen Produkte besser kennenlernt und wertschätzt.

Oleoturismo España soll nach Angaben des Consell zudem lokale Gemeinschaften stärken. Davon könnten Landwirte, Produzenten, Ölmühlen und lokale Unternehmen profitieren, die die Kultur des Olivenöls erhalten.

Themen: Landwirtschaft · Tourismus · Gastronomie · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com