Balearen-Gesundheitschefin holt Onkologie-Preis
Manuela García hat am Montagabend in Madrid einen ECO-Preis für ihre Rolle in der Onkologie entgegengenommen. Die Gesundheitsministerin der Balearen erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „politisch relevanteste Persönlichkeit in der Onkologie“. Vergeben wurden die Preise der ECO-Stiftung in der Königlichen Nationalen Medizinakademie Spaniens.
García verwies bei ihrer Rede auf den Ausbau der Krebsversorgung auf den Balearen. Besonders hob sie die Lage im Krankenhaus Can Misses auf Ibiza hervor: Dort arbeiten inzwischen fünf Onkologen. Als sie im Sommer 2023 das Gesundheitsressort übernahm, gab es nach ihren Angaben nur einen Spezialisten.
Mehr Onkologen und neue Betreuung
Krebspatienten mussten damals länger als empfohlen auf Termine warten, sagte García. Zudem seien Fachärzte aus Mallorca regelmäßig nach Ibiza gefahren, um den Personalmangel auszugleichen. Weil Patienten bei Terminen immer wieder unterschiedliche Onkologen trafen, habe zudem die kontinuierliche Betreuung gefehlt.
Neu ist auch eine Pflegekraft als Fallmanagerin für die Onkologie. Sie soll den Behandlungsprozess begleiten und sich besonders um Fahrten in andere Zentren, Untersuchungen sowie die psychosoziale Lage der Patienten kümmern.
Im Krankenhaus Mateu Orfila auf Menorca wurde die reguläre Onkologie-Stelle Ende 2024 mit einem vierten Onkologen komplettiert. Die im Februar 2025 gegründete Beratungsstelle für erblichen Krebs betreute bislang 315 Termine. Bei abgeschlossenen Untersuchungen identifizierte sie 26 Familien auf Menorca mit Genvarianten, die mit einem höheren Krebsrisiko verbunden sind.
CAR-T-Behandlung bleibt auf den Balearen
García nannte außerdem Verbesserungen bei der Versorgung von Kindern mit Krebs. Jährlich werden rund 30 neue Fälle diagnostiziert. Die pädiatrische Versorgung von Tumorpatienten läuft bis zum 18. Lebensjahr weiter, weil die Überlebenschancen laut García mit Behandlungsprotokollen für Kinder steigen.
Für Kinder in einer terminalen Situation und ihre Familien gilt seit Oktober eine palliative Betreuung rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche.
Im Krankenhaus Son Espases gibt es außerdem einen neuen Reinraum für fortschrittliche CAR-T-Therapien bei hämatologischen Krebserkrankungen. Das Referenzkrankenhaus darf damit alle in Spanien zugelassenen CAR-T-Anwendungen durchführen. Seit der Zulassung im Juni 2022 erhielten dort 41 Patienten diese Therapien: 28 mit Lymphomen, zwei mit Leukämien und elf mit Myelomen. Die vollständige Behandlung und Nachsorge kann damit auf den Balearen erfolgen, ohne dass Patienten und Familien in zugelassene Zentren auf dem Festland reisen müssen.
Themen: Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com