Palliativhilfe auf Mallorca: Wohnort soll nicht entscheiden
Ob Menschen auf Mallorca passende Palliativversorgung erhalten, soll nicht von ihrem Wohnort abhängen. Drei Verbände haben dem Gesundheitsausschuss des balearischen Parlaments sechs Vorschläge vorgelegt, um die Versorgung auf den Balearen zu verbessern. Die Spanische Vereinigung gegen Krebs auf den Balearen erläuterte die Forderungen in einer Mitteilung vom Montag, 28. September.
Gleicher Zugang auf allen Inseln
Die Verbände wollen, dass Planung und Personal besser zur Lage auf den einzelnen Inseln passen. Außerdem fordern sie mehr Fachkräfte und eine stärkere Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen. Ein wieder aktives Koordinierungszentrum soll das Programm für Palliativversorgung steuern.
Die Verbände verlangen auch eine regelmäßige Überprüfung: Wie viele Menschen benötigen Palliativversorgung, wie viele erhalten sie – und wie gut greifen die gesetzlich verankerten Rechte?
Mehr Hilfe zu Hause
Die Versorgung zu Hause soll besser mit anderen Angeboten abgestimmt werden, damit die Betreuung nicht abreißt. Patienten, Angehörige und Pflegende sollen zudem stärker an Entscheidungen über die Versorgung beteiligt werden.
Hinter den Vorschlägen stehen die Vereinigung der Fachkräfte für Palliativversorgung der Balearen, die Spanische Vereinigung gegen Krebs auf den Balearen und die Freiwilligenvereinigung DIME. Ein neues Gesetz fordern sie nicht. Sie wollen erreichen, dass bestehende Rechte überall auf den Balearen wirksam werden.
Themen: Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com