Ärzte fordern Parlamentsgruppe für ihr Berufsgesetz
Ärzteorganisationen fordern am 16. September 2026 in Madrid eine eigene Parlamentsgruppe für den Gesetzentwurf zum Estatuto Marco. Damit wollen sie bei dem Gesetz, das die ärztliche Berufsausübung über Jahre prägen soll, gemeinsame Lösungen erreichen. Das Foro de la Profesión Médica verlangt, dass der Entwurf nicht in seiner jetzigen Form weiterverfolgt wird.
Nach Ansicht des Forums hat die Ausarbeitung des Gesetzes gezeigt, dass für die besonderen Bedingungen des Arztberufs ein breiter Konsens nötig ist. Eine neue Gesprächsrunde soll politische Kräfte, Verwaltungen sowie Berufs-, Gewerkschafts- und Wissenschaftsorganisationen an einen Tisch bringen.
Offene Punkte im Gesetz
Das Forum fordert Änderungen an wesentlichen Punkten, die nach seiner Darstellung eine direkte Verhandlung erschweren. Es verlangt einen eigenen Bereich für Vertretung und Verhandlungen über Besonderheiten des Arztberufs.
Dazu zählen Arbeitszeiten, Bereitschaftsdienste, berufliche Verantwortung, die Organisation der Versorgung und die Planung des Personals. Auch die Bindung sowie die Anerkennung der Besonderheiten der ärztlichen Berufsausübung sollen dort behandelt werden.
Debatte soll Verhandlungen ergänzen
Die Organisationen sehen die Patientensicherheit, die Qualität der Versorgung und die Nachhaltigkeit des nationalen Gesundheitssystems berührt. Deshalb fordern sie eine breite, transparente und pluralistische institutionelle Debatte.
Diese Debatte soll den Dialog und die Verhandlungen mit Vertretern der medizinischen Fachleute ergänzen und fördern. Ziel bleibt ein Gesetz mit möglichst großer Zustimmung innerhalb der Ärzteschaft.
Themen: Arbeitsmarkt · Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com