mallorca-news

Patera bis Formentera gesteuert: Sechs Jahre Haft drohen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Eine Patera mit 17 Menschen an Bord geriet auf dem Weg nach Formentera ohne Treibstoff in Seenot. Nach 18 Stunden auf See rettete Salvamento Marítimo die Menschen, die von der algerischen Küste bei Tipassa gestartet waren.

Archivo - Una patera localizada en la costa de Mallorca.
Europa Press

Ein junger Mann soll das Boot am 20. April bis nach Formentera gesteuert haben. Die Staatsanwaltschaft fordert dafür sechs Jahre Haft. Sie wirft ihm eine Straftat gegen die Rechte ausländischer Staatsbürger vor.

Antrieb ging auf der Überfahrt aus

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte während der Überfahrt Aufgaben bei der Leitung, Steuerung und beim Nachtanken des Boots. Als der Treibstoff ausging, trieb die Patera auf dem Meer, bis die Seenotretter sie fanden.

Zwei Passagiere sagten laut Anklage aus, für die Migrationsreise jeweils rund 3.700 Euro gezahlt zu haben. An wen das Geld ging, nennt die Staatsanwaltschaft nicht.

Gericht in Palma verhandelt am Donnerstag

Die Erste Strafkammer des Provinzgerichts der Balearen in Palma setzt für kommenden Donnerstag um 12.45 Uhr die Vorverhandlung an. Dort geht es um die Anklage gegen den jungen Mann und die Forderung der Staatsanwaltschaft nach sechs Jahren Gefängnis.

Themen: Gerichtsprozesse · Seenot & Rettung · Migration · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com