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26 Pateras drücken auf Häfen der Balearen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

26 Pateras und 12 Motoren nehmen in Häfen der Balearen Platz weg. PortsIB treibt deshalb Verfahren voran, um die Boote ohne erkennbare Eigentümer aus den Anlagen zu entfernen und nach Son Tous zu bringen.

Pateras abandonadas.
Europa Press

Zwei Pateras und ein Motor aus der Colònia de Sant Jordi auf Mallorca gelten bereits als aufgegeben. Das Verfahren für die unter den Codes 38/2025 und 39/2025 geführten Boote begann im Oktober 2025. Weil weder Kennzeichen noch ausreichende Angaben zu Eigentümern oder Beauftragten vorlagen, veröffentlichte PortsIB die Beschlüsse im spanischen Staatsanzeiger und im Amtsblatt der Balearen.

Nach Ablauf der Frist ging keine Stellungnahme ein. Die beiden Boote und der Motor kommen zur Verwahrung nach Son Tous.

Weitere 24 Boote im Verfahren

Für weitere 24 Pateras und 11 Motoren hat PortsIB ein zweites Verfahren gestartet. Salvamento Marítimo, die spanische Seenotrettung, hatte sie abgeschleppt oder in verschiedenen Häfen unter autonomer Zuständigkeit abgestellt.

Auch bei diesen Booten fehlen Kennzeichen und Angaben, die einen Eigentümer erkennen lassen. Weil in den Hafenanlagen der Platz knapp wird, sollen die Pateras und Motoren nach Son Tous gebracht werden, während das Verfahren weiterläuft.

Die Einleitung wird im Staatsanzeiger und im Amtsblatt der Balearen veröffentlicht. Mögliche Berechtigte haben dann 15 Werktage Zeit, die Akte einzusehen, Einwände vorzubringen und Beweise vorzulegen. Auch die Regierungsdelegation erhält den Beschluss.

Verkauf oder Zerstörung möglich

Die Hafenordnung erlaubt PortsIB, Boote und andere Gegenstände im Hafengebiet als aufgegeben zu erklären, wenn sie keine Kennzeichen tragen, kein Eigentümer ermittelt werden kann und keine nötige Genehmigung vorliegt.

Nach der Erklärung des Verlassens kann PortsIB Gegenstände mit wirtschaftlichem Wert öffentlich versteigern. Sind sie in schlechtem Zustand oder sprechen Sicherheitsgründe dagegen, können sie zerstört werden.

Themen: Seenot & Rettung · Migration · Politik · Ses Salines

Quelle: Europa Press / Mallorca.com