Pflege in Spanien: Verband fordert mehr Geld für Betroffene
Vier Monate nach höheren Staatszuschüssen sieht ein Sozialverband noch nicht alle erwarteten Verbesserungen für Pflegebedürftige. Am Mittwoch, 4. November, kündigt die spanische Vereinigung der Leiterinnen und Leiter sozialer Dienste einen Brief an die Präsidenten aller autonomen Gemeinschaften an. Sie fordert, dass die Regionen die zusätzlichen Mittel in ihren Haushalten für 2027 ausweisen.
Verband warnt vor „Kasse machen“
Das Geld ist nach Angaben des Verbands bereits bei den Regionen eingegangen. Bleiben die höheren Beträge in den Haushaltsplänen aus, könnte der Eindruck entstehen, dass die Regionen mit zweckgebundenen Mitteln „Kasse machen“ wollen. Das Geld müsse das Leben pflegebedürftiger Menschen und ihrer Pflegenden verbessern, heißt es in dem angekündigten Brief.
18.900 Millionen Euro für 2027 erwartet
Der Verband rechnet für die Pflege und Betreuung im Jahr 2027 mit insgesamt 18.900 Millionen Euro. Davon sollen 7.654,5 Millionen Euro vom Staat kommen, ebenso viel von den autonomen Gemeinschaften. Weitere 3.591 Millionen Euro sollen Pflegebedürftige über Eigenbeteiligungen beisteuern.
Auf einem Kongress am Donnerstag, 5. November, will der Verband seine Forderung vorstellen. Dort erwartet er mehr als 400 Fachleute und präsentiert 18 Vorschläge für den Einsatz der zusätzlichen Mittel. Unter anderem will er Entscheidungen über den Pflegegrad vereinfachen und Pflegezentren ermöglichen, Leistungen auch zu Hause anzubieten.
Themen: Soziales
Quelle: Europa Press / Mallorca.com