Menorca: PSIB will drei Pflegeheime mit 210 Plätzen öffnen
Drei Pflegeheime in Maó, Es Castell und Es Migjorn auf Menorca sollen zusammen 210 Plätze bieten. Der PSIB will zusätzliches Geld des spanischen Zentralstaats vorrangig für Personal einsetzen, damit die geplanten Plätze verfügbar werden. Am 12. Oktober kündigte die Partei an, den Vorschlag im Plenum des Inselrats von Menorca einzubringen. Inselrätin Noemí Gomila soll ihn dort vorstellen.
Mehr Geld soll bei Pflegebedürftigen ankommen
Die spanische Regierung hat nach Angaben des PSIB für 2026 und 2027 fast 6.200 Millionen Euro zusätzlich für das Pflegesystem beschlossen. Die Partei fordert, dass die Regierung der Balearen deshalb nicht weniger eigenes Geld ausgibt, sondern ihre Mittel ebenfalls erhöht.
Der PSIB will mit dem zusätzlichen Geld auch die Hilfe zu Hause stärken: durch mehr Fachkräfte, mehr Betreuungsstunden und eine größere Reichweite des Dienstes. Außerdem fordert er eine öffentliche Zusammenarbeit zwischen der Regierung der Balearen, dem Inselrat und den Gemeinden, damit Menschen auf Wunsch in ihrem gewohnten Umfeld leben können.
Wartelisten und lange Wartezeiten
Ende 2025 standen auf den Balearen rund 2.500 Menschen auf der Warteliste des Pflegesystems. Auf Menorca dauerte es im zweiten Halbjahr 2025 im Schnitt 272 Tage, bis Betroffene Zugang zur Hilfe zu Hause erhielten. Der PSIB nennt zudem eine Warteliste von mehr als 300 Menschen mit anerkanntem Pflegebedarf. Dass diese Menschen auf einen Heimplatz warten, sagt die Partei nicht.
Mit dem Antrag verlangt der PSIB auch, die neuen Rechte aus der Reform der Pflege- und Behindertengesetze auf den Balearen umzusetzen. Leistungen und Einrichtungen sollen unabhängig vom Wohnort zugänglich sein.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com