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Mallorca: Frau will Pflegekraft, die Katalanisch versteht

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Eine Frau auf Mallorca kann sich bei der häuslichen Pflege nach Angaben der Plataforma per la Llengua nicht auf Katalanisch verständigen: Ihre Betreuerin spricht und versteht die Sprache nicht. Die Organisation machte den Fall am Dienstag, 13. Oktober, öffentlich und spricht von einer „schweren Verletzung“ der Sprachrechte der Frau. Bereits am 28. Mai bat die Pflegebedürftige darum, ihr eine Betreuungskraft zuzuweisen, die Katalanisch versteht.

Archivo - Cuidador, anciano, tercera edad, dependiente, dependencia.
Europa Press

Pflegedienst sagt keine Betreuung auf Katalanisch zu

Der Dienstleister T'Ajuda erklärte laut der Organisation, er könne weder eine Betreuungskraft mit bestimmten Sprachkenntnissen noch die Betreuung auf Katalanisch garantieren. Die Einteilung hänge von der Verfügbarkeit des Personals, der Organisation des Dienstes und dem Pflegebedarf ab. T'Ajuda wolle den Wunsch bei künftigen Einsätzen berücksichtigen, habe aber keine Maßnahmen, Fristen oder Alternativen genannt. Nach Angaben der Plataforma per la Llengua besteht die Situation weiterhin.

Die Frau erhält an fünf Tagen pro Woche insgesamt 20 Stunden Hilfe. Der Dienst umfasst unter anderem Körperpflege, Unterstützung bei der Bewegung, Medikamente, Essen und Begleitung. Die Organisation kritisiert, dass die Sprachbarriere die Frau bei grundlegenden Bedürfnissen einschränke.

Organisation verlangt Auskunft

Die Plataforma per la Llengua hat bei der Verwaltung Informationen über die Bedingungen angefordert, unter denen T'Ajuda den Dienst erbringt. Sie fragt unter anderem, ob für das Unternehmen Sprachanforderungen gelten, wie viele katalanischsprachige Betreuungskräfte verfügbar sind und wie die Betreuung kontrolliert wird.

Die Organisation hat den Fall auch der Generaldirektion für die Betreuung pflegebedürftiger Menschen und Menschen mit Behinderung gemeldet. Der Dienst steht unter Aufsicht der balearischen Regierung. Die Organisation fordert, die Bedingungen zu prüfen und sicherzustellen, dass Betreuungskräfte die Menschen, die sie versorgen, verstehen.

Themen: Soziales

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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