Ibiza: Neue Planungsregeln scheitern an Wasserfragen
In Sant Josep de sa Talaia auf Ibiza sind die vorläufigen Planungsregeln im September ausgelaufen. Der örtliche PSOE macht dafür am Freitag, 9. Oktober, fehlende Unterlagen zur Wasserversorgung und Abwasserreinigung verantwortlich und erhebt Vorwürfe gegen Bürgermeister Vicent Roig. Nach Darstellung der Sozialisten muss die Gemeinde nun wieder auf Planungsregeln von 1986 zurückgreifen.
Was bei den Wasserfragen fehlt
Der PSOE beruft sich auf einen technischen Bericht der Generaldirektion für Wasserressourcen vom Juni 2026. Demnach beantwortete die Gemeinde Anforderungen zum Plan für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung und zum Dürre-Notfallplan nicht. Die frühere Gemeinderegierung hatte beide Dokumente laut PSOE bereits 2022 bei der Generaldirektion eingereicht.
Nach Angaben der Sozialisten fehlt außerdem eine Bestätigung der zuständigen Stelle, dass die Kläranlage das gesamte anfallende Abwasser behandeln kann. Die Generaldirektion sieht demnach weder eine ausreichende Wasserversorgung noch genügend Kapazität zur Abwasserreinigung als gesichert an. Ohne die angeforderten Unterlagen konnte sie die erste Genehmigungsstufe der vorläufigen Planungsregeln nicht befürworten.
PSOE fordert Antwort vom Bürgermeister
Der PSOE wirft Roig vor, die Anforderungen nach mehr als drei Jahren im Amt nicht erfüllt zu haben. Die Partei spricht deshalb von Unsicherheit bei der Bauplanung. Sie fordert den Bürgermeister auf, die offenen Fragen zu beantworten und die fehlenden Unterlagen vorzulegen.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com