Spanien-Wahl: Podemos stellt Sumar Vorwahl-Bedingung
Für eine gemeinsame Kandidatur der spanischen Linken soll erst eine offene Vorwahl entscheiden: Podemos fordert dafür eine Abstimmung am 14. und 15. Oktober. Europaparlamentarierin Irene Montero stellte die Bedingung am Montag, 5. Oktober, in Madrid vor. Anlass ist die vorgezogene Parlamentswahl, die Ministerpräsident Pedro Sánchez für den 29. November angesetzt hat.
Enger Zeitplan für ein Bündnis
An der Vorwahl sollen sich nach dem Vorschlag alle Teile der Linken beteiligen können. Montero will für Podemos selbst als Spitzenkandidatin antreten. Ihre Partei will den Vorschlag noch am Montag an die anderen Parteien schicken – auch an jene aus dem Umfeld von Sumar.
Der Zeitplan ist knapp: Wahlbündnisse können sich laut den Wahlregeln nur bis zum 16. Oktober registrieren. Die Parteien aus dem Sumar-Umfeld wollen ihre Kandidatur unter dem Namen Frente Amplio erst am 17. Oktober offiziell vorstellen. Wer sie anführen soll, haben sie noch nicht bekannt gegeben.
Podemos lehnt Verhandlungen über Listenplätze ab
Podemos will die Kräfteverhältnisse in einem Bündnis durch die Vorwahl klären, statt Listenplätze zwischen den Parteien auszuhandeln. Der Name der gemeinsamen Kandidatur sei dabei zweitrangig, heißt es aus der Partei. Über das Wahlprogramm soll weiter gesprochen werden. Montero nannte niedrigere Wohn- und Lebenshaltungskosten als zentrale Themen des Wahlkampfs.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com