200 Jobs weg: Post-Beschäftigte in Palma protestieren
Vor der Hauptpost in Palma plant die Gewerkschaft CSIF am Donnerstag eine neue Protestaktion. Die Beschäftigten fordern kürzere Arbeitszeiten, mehr Personal und ein Ende prekärer Verträge. Anlass ist laut CSIF, dass Correos auf die erste Kundgebung am 3. September nicht reagiert habe.
Der staatliche Postdienst habe sich in einem Rahmenabkommen vom Dezember 2024 verpflichtet, die Belegschaft zu verstärken. Außerdem sollten die 35-Stunden-Woche eingeführt, Teilzeitstellen in Vollzeit umgewandelt und ein Verjüngungsplan gestartet werden.
200 Stellen in zwei Jahren verloren
Nach Angaben von CSIF hat Correos auf den Balearen in nur zwei Jahren 200 Arbeitsplätze verloren. Das habe die Arbeitsbelastung erhöht. Die Zahl der Arbeitsunfälle sei um 33 Prozent gestiegen, die der Krankschreibungen um 60 Prozent.
Der Gewerkschaft zufolge verschärfen Teilzeitverträge die Lage zusätzlich. Beschäftigte mit solchen Verträgen verdienten weniger als 800 Euro.
Nächste Kundgebung in Madrid angekündigt
CSIF wirft Correos vor, das Rahmenabkommen nicht einzuhalten und auf die Forderungen keine Antworten zu geben. Sollte der Postdienst die Anliegen weiter ignorieren, will die Gewerkschaft die Proteste ausweiten.
Für Mittwoch, den 30. September, kündigt CSIF eine große Kundgebung in Madrid an. Dort soll ein „sofortiger Wandel“ bei Correos gefordert werden.
Themen: Arbeitsmarkt · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com