PP fordert 1.000 zusätzliche Polizeibeamte auf den Balearen
Die balearische PP fordert von der spanischen Regierung 1.000 zusätzliche Beamte für die Policía Nacional und die Guardia Civil auf den Balearen. Die stellvertretende Fraktionssprecherin im Parlament, Marga Durán, begründete die Forderung am 20. August 2026 in Palma auf Mallorca mit einem Anstieg der Kriminalität.
Nach Angaben der Partei wurden im ersten Quartal auf Mallorca 11.440 Straftaten registriert. Das seien fast 1.500 mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Durán verwies zudem auf einen Anstieg bei Raubdelikten mit Gewalt um 22,3 Prozent, bei Fahrzeugdiebstählen um 24,3 Prozent, beim Drogenhandel um 25,5 Prozent und bei Straftaten gegen die sexuelle Freiheit um 12,4 Prozent.
Forderung bereits im Februar gestellt
Die Forderung nach mehr staatlichen Sicherheitskräften sei bereits im Februar eingereicht worden, erklärte Durán. Sie stehe daher nicht allein im Zusammenhang mit den nun genannten Kriminalitätszahlen.
Die Bürgerinnen und Bürger fühlten sich zunehmend ungeschützt, sagte Durán. Sie warf Ministerpräsident Pedro Sánchez vor, auf die Entwicklung nicht zu reagieren, und forderte Maßnahmen zur Verstärkung der Polizeistellen.
Hohe Lebenshaltungskosten als Grund für Abgänge
Durán betonte, die öffentliche Sicherheit falle in die Zuständigkeit des Staates. Wegen fehlender Beamter müssten örtliche Polizeien Aufgaben übernehmen, die ihnen nicht zustünden.
In den vergangenen fünf Jahren seien rund 1.000 staatliche Beamte auf die Balearen gekommen, aber nur etwa 250 wegen der hohen Lebenshaltungskosten auf den Inseln geblieben, sagte Durán. Die Regierung müsse deshalb auch Maßnahmen ergreifen, die den Verbleib der Einsatzkräfte auf den Balearen sicherstellten.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com