Balearen: PP will Yachtclubs gesetzlich schützen
Yachtclubs auf den Balearen sollen künftig auch im nationalen Hafengesetz als Einrichtungen von öffentlichem Nutzen gelten. Das versprach José Vicente Marí, Spitzenkandidat der balearischen Volkspartei (PP) für den Kongress, am Montag, 2. November, bei einem Treffen mit Vertretern der Wassersportbranche. Die Nachricht kommt aus Palma auf Mallorca.
Marí will das Hafengesetz ändern, damit Yachtclubs nicht allein nach den Regeln des freien Wettbewerbs behandelt werden. Sie erfüllten Aufgaben im öffentlichen Interesse, sagte er. Das Hafengesetz der Balearen sieht nach seinen Angaben bereits eine entsprechende Anerkennung und Möglichkeiten zur direkten Vergabe vor. Nun will er diese Regelung auf die nationale Ebene übertragen.
Andere Regeln für kleine Clubs
Marí fordert außerdem, Umweltauflagen an die Größe der Hafenanlagen anzupassen. Für Baggerarbeiten eines kleinen Yachtclubs sollten nach seiner Ansicht nicht dieselben Anforderungen gelten wie für Arbeiten in einem großen Hafen. Zudem will der PP Lösungen für Hafenkonzessionen aus der Zeit vor 1992 und deren Verlängerungen finden.
Die Partei schlägt auch Nachlässe von bis zu 15 Prozent auf Hafengebühren und eine bessere Verwaltung der Liegeplätze vor. Ob daraus Gesetze werden, ist offen: Marí stellte die Vorhaben im Wahlkampf vor der Abstimmung am 29. November vor.
Themen: Meer & Küste · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com