Spanien: Privatsektor verliert 16.300 Beschäftigte
In Spanien zählt der Privatsektor im dritten Quartal 16.300 Beschäftigte weniger als im Vorquartal. Der öffentliche Sektor legt dagegen um 89.900 Beschäftigte zu. Das geht aus einer Auswertung hervor, die der spanische Arbeitgeberverband Confederación Española de Organizaciones Empresariales (CEOE) am Dienstag, 27. Oktober, zur Arbeitskräfteerhebung veröffentlicht hat.
Selbstständige verlieren, Angestellte stagnieren
Der Rückgang im Privatsektor trifft vor allem Menschen, die auf eigene Rechnung arbeiten: Ihre Zahl sinkt im dritten Quartal um 15.500. Unter ihnen gibt es 43.000 Unternehmer ohne Angestellte und selbstständig Tätige weniger. Die Zahl der Angestellten im Privatsektor steigt dagegen lediglich um 100.
CEOE führt die schwächere Beschäftigungsentwicklung auf gestiegene Arbeitskosten in den vergangenen Jahren zurück. Im Vergleich zum Vorjahr wächst die Beschäftigung insgesamt um 2,1 Prozent, nach 2,3 Prozent im Vorquartal. Im Privatsektor fällt die Wachstumsrate von 2,1 auf 1,4 Prozent.
Mehr Arbeitslose trotz Vollzeitplus
Die Zahl der Arbeitslosen steigt im dritten Quartal um 95.900 auf 2.591.200. Die Arbeitslosenquote liegt bei 10,18 Prozent. Nach Angaben von CEOE hatte Spanien im August laut Eurostat die höchste Arbeitslosenquote der Europäischen Union.
Zugleich zählt die Erhebung 244.400 Vollzeitbeschäftigte mehr als im Vorquartal. Im Jahresvergleich steigt die Zahl der Angestellten mit unbefristetem Vertrag um 3,2 Prozent, die mit befristetem Vertrag um 1,6 Prozent. CEOE rechnet damit, dass der Privatsektor weniger neue Beschäftigung schafft als im vergangenen Jahr. Im Rückgang der Selbstständigkeit sieht der Verband einen Verlust an wirtschaftlicher Substanz.
Themen: Arbeitsmarkt
Quelle: Europa Press / Mallorca.com