Prohens in Inca: Migranten nach schweren Taten abschieben
Migranten, die schwere Straftaten begehen oder wiederholt straffällig werden, sollen nach dem Willen von Marga Prohens abgeschoben werden. Die Vorsitzende der Volkspartei auf den Balearen vertrat diese Forderung am Samstag, 7. November, bei einem Sicherheitsforum ihrer Partei in Inca. Dort warb sie auch für mehr Polizei und schärfere Gesetze.
Prohens sagte zugleich, man dürfe nicht eine ganze Bevölkerungsgruppe kriminalisieren. Wer zum Zweck von Straftaten komme, dürfe aber nicht auf Straffreiheit vertrauen, erklärte sie laut einer Mitteilung ihrer Partei.
Mehr Polizei als Wahlkampfthema
Prohens verwies auf den Ausbau der örtlichen Polizei: Nach ihren Angaben sind 334 neue Beamte bereits im Dienst. Bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode sollen es 659 sein. Ein geplantes Sicherheitszentrum soll künftig die Ausbildung von 200 neuen örtlichen Polizeibeamten pro Jahr ermöglichen.
Zugleich warf Prohens der spanischen Regierung vor, auf den Balearen jeweils 500 Stellen bei der Nationalpolizei und der Guardia Civil unbesetzt zu lassen. Sie forderte außerdem strengere Regeln gegen wiederholte Straftaten und höhere Strafen für rückfällige Sexualstraftäter.
Kandidat nennt Zahlen zur Kriminalität
Auch der Kongresskandidat José Vicente Marí kritisierte die Sicherheitspolitik der Regierung. Nach seinen Angaben stieg die Zahl der Straftaten auf den Balearen von 73.600 im Jahr 2018 auf 84.600 im Jahr 2025. Das entspreche einem Anstieg um 15 Prozent, sagte er.
Prohens und Marí verbanden ihre Forderungen mit der spanischen Parlamentswahl am 29. November. Marí sprach sich unter anderem für einen nationalen Sicherheitsplan und bessere Arbeitsbedingungen für Polizeikräfte aus.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com