Balearen: Prohens fordert EU-Geld gegen Dürre und Fluten
Wasseranlagen sollen die Balearen besser gegen Dürre und Überschwemmungen wappnen. Dafür fordert Regierungschefin Marga Prohens Geld aus dem nächsten Haushalt der Europäischen Union. Bei einem Seminar in Brüssel verlangte sie am Donnerstag einen eigenen Posten für Wasserinfrastruktur im EU-Finanzrahmen für 2028 bis 2034.
713 Millionen Euro für Wasserprojekte geplant
Nach Angaben der balearischen Regierung fließen während Prohens’ Amtszeit jährlich bis zu 322 Millionen Euro in Anlagen rund um die Wasserversorgung. Das entspricht etwa fünf Prozent des Haushalts. Weitere Projekte im Wert von 713 Millionen Euro sind geplant.
Dazu gehören die Modernisierung und Erweiterung von Entsalzungsanlagen, bessere Verbindungen für die Wasserversorgung und neue Leitungen gegen Wasserverluste. Auch Kläranlagen sollen modernisiert und aufbereitetes Wasser häufiger wiederverwendet werden.
EU-Mittel sollen auch vor Ort ankommen
Prohens fordert, europäisches Geld nicht nur an die Mitgliedstaaten zu vergeben. Auch regionale und lokale Verwaltungen sollen direkt Mittel erhalten, weil sie Wasseranlagen häufig selbst betreiben oder bauen lassen.
Für starke Regenfälle und Überschwemmungen verwies sie auf Maßnahmen ihrer Regierung zur besseren Vorsorge und Abstimmung. Dazu zählt das Koordinierungsgremium Inuncaib. Darin arbeiten verschiedene Ressorts, die spanische Wetteragentur Agencia Estatal de Meteorología und die Universität der Balearen zusammen.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com