Mallorca: Prohens fordert Rückführungen wie in Ceuta
Wer irregulär auf die Balearen kommt, soll wie in Ceuta zurückgeführt werden können. Das forderte Regierungschefin Marga Prohens am Dienstag, 20. Oktober, bei einer Generaldebatte im Parlament in Palma auf Mallorca. Sie rief zugleich dazu auf, die irreguläre Einreise auf die Inseln zu stoppen.
Prohens verweist auf Ceuta
Prohens sagte, Rückführungen irregulär eingereister Menschen hätten in Ceuta begonnen. Was dort möglich sei, müsse auch auf den Balearen möglich sein. Der spanischen Zentralregierung warf sie vor, die Inseln bei der Aufnahme alleinzulassen.
Mehr als 900 Minderjährige in der Aufnahme
Laut Prohens werden auf den Balearen mehr als 900 unbegleitete minderjährige Migranten aufgenommen. Das seien mehr als doppelt so viele, wie die reguläre Kapazität vorsehe. Sie sprach von einer Überbelegung.
Prohens nannte das Bevölkerungswachstum, die Wohnungslage und den Wandel des Wirtschaftsmodells als zentrale Herausforderungen. Mehr Einwohner bedeuteten auch mehr Druck auf öffentliche Dienste, Infrastruktur und Wohnraum. Sie verteidigte zudem Vorgaben, nach denen für bestimmte Sozialleistungen und öffentliche Wohnungen mehrere Jahre Wohnsitz erforderlich sind.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com