Mallorca: Prohens lehnt zwei Wohnungsdekrete ab
Zwei neue Wohnungsdekrete aus Madrid bringen Balearen-Präsidentin Marga Prohens gegen die spanische Regierung auf. In Palma lehnt sie die Dekrete am Mittwoch, 30. September 2026, ab. Sie warnt vor Folgen für Vermieter und Mieter auf Mallorca und den übrigen Balearen.
Streit um die Dekrete und Ceuta
Prohens wirft der Zentralregierung vor, zwei Dekrete beschlossen, aber zunächst nur eines im spanischen Amtsblatt veröffentlicht zu haben. Die Texte widersprächen sich und ergänzten einander nicht, sagt sie. Die Eile erklärt sie mit dem Vorwurf, die Regierung wolle von Ceuta ablenken.
Auch inhaltlich hält Prohens die Dekrete für verfehlt: Keine der Maßnahmen bringe mehr bezahlbare Wohnungen auf den Markt. Nach ihren Angaben ist die Bevölkerung der Balearen in den vergangenen 20 Jahren um fast 50 Prozent gewachsen, während der Wohnungsbau um weniger als 30 Prozent zugenommen habe.
Sorge um kleine Vermieter
Besonders kritisiert Prohens eine vorgesehene Entschädigung von 12 Monatsmieten, die ein Eigentümer dem Mieter zahlen soll, wenn er den Vertrag nicht verlängert. Auf den Balearen seien nach ihren Angaben 96 Prozent der Eigentümer kleine Vermieter. Sie befürchtet, dass die Dekrete das Angebot an Mietwohnungen verringern und auch Mieter treffen könnten. Prohens schließt sich zudem dem Aufruf von Alberto Núñez Feijóo an Junts und die baskische Nationalpartei an, die Dekrete nicht zu unterstützen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com