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Festnahme in Palma: Frauen zur Prostitution gedrängt

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Aus einem Angebot als Masseurin soll für Frauen in Palma Prostitution geworden sein. Die Policía Nacional hat zu Wochenbeginn eine Frau festgenommen, die Frauen in irregulärer aufenthaltsrechtlicher Situation dazu gedrängt haben soll. Ihr wird sexuelle Ausbeutung vorgeworfen.

Agente de la Policía Nacional en la comisaría de Palma.
Europa Press

Nach Angaben der Polizei suchte die Verdächtige über Anzeigen gezielt nach Frauen für eine Arbeit als Masseurin. Viele hätten die Angebote wegen ihrer wirtschaftlichen Lage angenommen und zum Unterhalt ihrer Familien in den Herkunftsländern beigetragen.

Vom Massage-Angebot zu Sex gegen Geld

Nach dem ersten Kontakt über einen Messenger soll die Frau die Bewerberinnen zu einem persönlichen Gespräch eingeladen haben. Dort habe sie von „Massagen mit Stimulation“ gesprochen.

Erst am Arbeitsort hätten die Frauen erfahren, dass sie auch sexuelle Dienstleistungen gegen Geld anbieten sollten. Reine Massagen seien zwar möglich gewesen, hätten den Frauen aber weniger Geld eingebracht. Wegen ihrer Notlage hätten sie schließlich zugestimmt, so die Polizei.

40 Prozent soll die Festgenommene behalten haben

Das Geld mussten die Frauen laut den Ermittlern direkt beim Kassieren an die Festgenommene abgeben. Am Ende des Tages sollen sie 60 Prozent ihrer Einnahmen erhalten haben, während die Frau 40 Prozent einbehielt.

Die Verdächtige soll außerdem das Gewicht der Frauen regelmäßig kontrolliert und sie zum Abnehmen gedrängt haben. In einigen Fällen habe sie Schönheitsoperationen vorgeschlagen, das Geld vorgestreckt und später mit Zinsen zurückverlangt.

Themen: Polizei · Arbeitsmarkt · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com